Keyfindings IV-ZukunftsMonitor

IV-ZukunftsMonitor

Blick in die
Zukunft

Wie die Zukunftserwartungen der Menschen in Österreich im Detail aussehen, zeigt der IV-ZukunftsMonitor 2020 anhand von 23 Aspekten, die für Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Alltagsleben relevant sind. Sie formen ein Bild, das weitaus stärker von Pessimismus als von Optimismus geprägt wird.

Zukunftsaussicht – Bereich Wirtschaft

 

Das wirtschaftliche und das soziale Fundament erodieren

Die Zukunftserwartungen der Menschen in Österreich haben sich im Lauf des
vergangenen Jahres deutlich verschlechtert. Zwar wird die eigene
wirtschaftliche Situation des Haushalts (noch) halbwegs gut bewertet, die
Zahlen zeigen aber auch recht deutlich, wie stark das soziale und
wirtschaftliche Fundament zu erodieren begonnen hat. Das betrifft die Innovationskraft der österreichischen Unternehmen (Vergleich 2019 und 2020, negative Erwartung: 31 %; positive Erwartung: 28 %), den Erfolg der  sterreichischen Unternehmen in der globalisierten Welt (neg.:  32 %; pos.: 26 %), die wirtschaftlichen Chancen junger Menschen (neg.: 42 %; pos.: 16 %) und die Sicherheit der Arbeitsplätze (neg.:  42 %; pos.: 17 %) (vgl. Abbildung 26).

Dort, wo 2019 die Zukunftserwartungen am höchsten waren, wurden sie 2020 tendenziell am stärksten zurückgeschraubt. Die Menschen sehen ihre persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten schwinden, in sozialer und ökonomischer Hinsicht. Das gilt für die Stabilität der Beziehungen in Familie und Freundeskreis (Vergleich 2019 und 2020, negative Erwartung: 22 %; positive Erwartung: 51 %) und die eigene wirtschaftliche Situation (neg.: 31 %; pos.: 35 %) (vgl. Abbildung 26).

Die Corona-Krise im Blickpunkt
Stehen der österreichischen Wirtschaft tiefgreifende Veränderungen bevor?
Dass die Corona-Krise eine nachhaltige Rezession bringt, darüber bestand in Österreich bereits im September 2020 (also vor dem zweiten Lockdown im Winter) große Einigkeit: Fast drei Viertel der Menschen waren der Ansicht, dass die Wirtschaft noch Jahre brauchen wird, um sich vom ökonomischen Schock zu erholen (74 %). Fast ebenso viele erwarteten neue Steuern und Abgaben, um die in der Krise gemachten Schulden abzubauen (70 %). Nur ein gutes Viertel konnte sich jedoch auch vorstellen, dass es notwendig sein würde, Unternehmen, die ums Überleben kämpfen, vollständig oder teilweise zu verstaatlichen (27 %). Immerhin sahen mehr als 50 Prozent auch eine neue Chance, nämlich, dass wichtige Güter wieder im Inland produziert werden könnten, um unabhängig zu bleiben (53 %).

Abbildung 27: Wirtschaftliche Veränderungen durch die Corona-Krise

Die Corona-Krise im Blickpunkt
Folgen der Pandemie für das Leben der Menschen gravierend
Die Menschen in Österreich fürchten mehrheitlich, dass es infolge der Covid-19-Pandemie für sie persönlich schwieriger sein wird, einen guten Arbeitsplatz zu finden (55 %). Sie gehen ebenfalls mehrheitlich davon aus, dass sie seltener Reisen ins Ausland unternehmen werden (52 %). Ein gutes Drittel möchte in Zukunft weniger konsumieren und bescheidener leben (36 %). Doch es gibt auch eine Gruppe von nennenswerter Größe, die sich weder beim Reisen noch beim Konsum einschränken möchte, und zwar rund ein Viertel der Befragten (vgl. Abbildung 28).

Abbildung 28:Auswirkungen der Krise auf die persönliche Situation

Zukunftsaussicht – Bereich Gesellschaft und Politik


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