Keyfindings IV-ZukunftsMonitor

IV-ZukunftsMonitor

Blick in die
Zukunft

In diesem Abschnitt geht es um die Zukunftserwartungen der Österreicherinnen und Österreicher. Dazu wurden im IV-ZukunftsMonitor insgesamt 23 Fragen gestellt, die sich auf unterschiedliche persönliche Lebensbereiche und gesellschaftspolitische Themenfelder beziehen. Die Antwort auf diese Fragen werden in unseren drei Themenfeldern Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu unterschiedlichen Zeitpunkten veröffentlicht und an dieser Stelle ergänzt.

Eine wissenschaftliche Befragung ist immer auch im Kontext der Zeit, in der sie entsteht, zu beurteilen. Im Wahrnehmungsgefüge der Menschen bewegt sich Österreich auf wirtschaftlich solidem Boden. Die politische Landschaft hingegen befindet sich weiterhin im Umbruch. Nicht zuletzt durch das Ibizia-Video wurden bisher ungesehene Verwerfungen ausgelöst und Neuland in der politischen Kultur des Landes betreten.

Daher fallen die Antworten auf zentrale Zukunftsfragen auch sehr unterschiedlich aus. Danach gefragt, ob sich Österreich in die richtige oder die falsche Richtung entwickle, zeigte sich rund die Hälfte davon überzeugt, dass die Richtung falsch sei, und nur ein gutes Drittel, dass sie richtig sei – also ein Meinungsbild geprägt von Pessimismus. 

Abbildung 2: Entwicklung Österreichs und der eigenen Lebenssituation

Erwartungen zu zukünftigen Entwicklungen der Wirtschaft positiv

Die Menschen in Österreich äußern mit Blick auf die eigene wirtschaftliche Situation oder die Innovationskraft der österreichischen Wirtschaft positive Zukunftserwartungen.
Auch was den Erfolg österreichischer Unternehmen betrifft blicken die Österreicherinnen und Österreicher positiv in die Zukunft. Im Mittelfeld unserer 23 Fragen zu den Zukunftserwartungen liegen die Bereiche Wohlstand, Wirtschaftliche Chancen junger Menschen und Sicherheit der Arbeitsplätze. 

Wie unterscheiden sich nun die Zukunftserwartungen der Befragten nach ihrem sozioökonomischen Status, der Parteipräferenz oder dem Migrationshintergrund? Hier zeigen sich zunächst nur relativ geringe Unterschiede zwischen Männern und FrauenZwischen unterschiedlichen Altersgruppen gibt es hingegen klare Differenzen zur zukünftigen Entwicklung Österreich. Sowohl die sehr jungen Menschen (30minus) als auch die Altersgruppe 60plus sehen die Zukunft deutlich optimistischer als die Referenzgruppe der 41-50-Jährigen.

Auch je nach Bildungshintergrund sind signifikante Unterschiede in der Bewertung der zukünftigen Entwicklung Österreichs zu beobachten. Danach sind vor allem diejenigen, die über einen AHS- oder BHS-Abschluss verfügen, als auch die Fachhochschul- und Universitätsabsolventinnen- und absolventen wesentlich optimistischer als die Befragten, die maximal einen Pflichtschulabschluss erreicht haben. Der Berufsstatus ist ebenfalls wichtig. Vor allem Arbeitslose sind deutlich pessimistischer als diejenigen Befragten, die einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Interessanterweise ist auch das Ausmaß der Beschäftigung relevant. Beschäftigte mit einem Teilzeitjob sind danach in allen gesellschaftlichen Bereichen pessimistischer als die Referenzgruppe der Vollzeitbeschäftigten. 

Handlungsfelder im Bereich Wirtschaft

Die Unternehmen des Landes werden durchwegs als Garanten guter Arbeitsplätze gesehen, die sich auch in der globalisierten Welt gut behaupten können und die dafür nötige Innovationskraft besitzen. Daher ist es den Österreicherinnen und Österreichern wichtig, Unternehmen zu stärken sowie Forschung und Entwicklung zu fördern und zu unterstützen. Ausgleich und Konsens in der Arbeitswelt sind den Menschen ebenso ein Anliegen.   

 

Positive Erwartungen hinsichtlich Entwicklung der sozialen Beziehungen

Nach ihrer Erwartung für die Entwicklung ihre persönliche Lebenssituation in den kommenden Jahren gefragt, antworteten die Österreicherinnen und Österreicher durchwegs mit Optimismus: 40 Prozent rechneten mit einer Verbesserung, 47 Prozent mit keiner Veränderung, was angesichts der sehr guten Zufriedenheitswerte mit der aktuellen persönlichen Lage eine gute Aussicht ist, und nur elf Prozent mit einer Verschlechterung (Abbildung 2). Die Frage nach der persönlichen Lebenssituation ist zum einen geprägt vom bestehenden sozialen Zusammenhalt und zum anderen vom Vertrauen in die österreichische Wirtschaft und die Unternehmen. In beiden Fragen sind sich die Österreicherinnen und Österreicher sicher, dass sie in Zukunft weiterhin die Grundlage für ein gutes Leben bieten werden.

Vor allem die zukünftige Entwicklung der eigenen sozialen Beziehungen  wird sehr positiv eingeschätzt wird. 63 % der Befragten sagen, dass sie sich in diesen Bereichen eine positive oder sehr positive zukünftige Entwicklung vorstellen können. Die Menschen in Österreich äußern auch mit Blick auf die eigene wirtschaftliche Situation und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern positive Zukunftserwartungen.

Handlungsfelder im Bereich Gesellschaft

Betrachtet man die Erwartungen der Menschen im Bereich Gesellschaft für die Zukunft ergibt sich auch eine klare Agenda, was den Menschen im Land in naher Zukunft ein besonderes Anliegen sein wird:  

  • Aufzeigen von Wegen zu einer gerechteren Gesellschaft
  • Gewährleistung von leistbarem Wohnraum
  • Förderung von Respekt im Umgang miteinander und der persönlichen Freiheit.

 

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