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Gesellschaft

Wohin geht die Gesellschaft? Um diese Frage beantworten zu können, betrachten wir die Ergebnisse zweier Dimensionen des ZukunftsMonitors genauer: Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Lebensqualität. Die detaillierten Ergebnisse finden sich unter Themen.

Die wichtigsten Ergebnisse in Kurzform:

Gegenseitiger Respekt und persönliche Freiheit als zentrale Werte

Die beiden höchsten Werte der Österreicherinnen und Österreicher sind ein respektvoller Umgang miteinander und die persönliche Freiheit. Beides ist mehr als 60 Prozent der Befragten äußerst wichtig und etwa 30 Prozent sehr wichtig. Einen hohen Stellenwert haben auch Chancengerechtigkeit & Fairness (87 %), Gleichberechtigung von Frauen (82 %), Offenheit & Toleranz (81 %) und Solidarität (78 %).

Abbildung 3: Werte für die österreichische Gesellschaft

Familie und Freunde sind die Grundlage für ein gutes Leben

Das Privatleben ist für die Österreicherinnen und Österreicher von überragender Bedeutung. 71 Prozent stufen die Familie als äußerst wichtig ein, 21 Prozent als sehr wichtig, sieben Prozent als eher wichtig. Freizeit sowie Freundes- & Bekanntenkreis sind ebenso von hoher Relevanz, fallen aber in der Nennung von äußerst wichtig mit 43 bzw. 40 Prozent deutlich hinter die Familie zurück. Jeweils etwa ein Viertel bezeichnete Arbeit und Bildung als äußerst wichtig (23 bzw. 24 %).

Das Eigene (Privatleben, Arbeit, Bildung) spielt im Leben der Menschen in Österreicher eine deutlich größere Rolle als die äußeren Rahmenbedingungen, wie eben „die Wirtschaft“ oder auch die Politik, wobei letzterer eine sehr geringe Bedeutung zugemessen wird. Religion ist in Österreich ein Minderheitenprogramm (geworden).

Abbildung 4: Wichtigkeit verschiedener Lebensbereiche

Ungerechtigkeitsempfinden ist weit verbreitet

Die Österreicherinnen und Österreicher empfinden die Gesellschaft, in der sie leben, mehrheitlich als ungerecht. Für 60 Prozent sind die sozialen Unterschiede zu groß, für 55 Prozent ist die Chancengleichheit nicht ausreichend. Gründe für diese subjektiv empfunden Ungerechtigkeit könnten laut den Studienautoren folgende sein: hohe Vererbung von Bildung und sozialem Status in Österreich, Anteil der Wohnkosten am Einkommen,  Wahrnehmung einer Zwei-Klassen-Medizin im Gesundheitsbereich. 

Abbildung 5: Gerechtigkeitsempfinden

Freiwilligenarbeit und Gemeinwohlorientierung sind stark ausgeprägt

Knapp die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher trägt zum Gemeinwohl bei, indem sie regelmäßig Freiwilligenarbeit leisten, 29 Prozent davon sehr häufig (16 % wöchentlich; 13 % seltener, aber mehrmals pro Monat). In ländlichen Gebieten ist das „Ehrenamt“ deutlich verbreiteter (35 %) als in großen Städten (19 %) oder in Wien (22 %).

Abbildung 6: Freiwilliges Engagement

Subjektives Wohlbefinden ist hoch

Das Urteil der Österreicherinnen und Österreicher zu ihrer allgemeinen Lebenssituation fällt höchst positiv aus: Nahezu drei Viertel bezeichnen sich selbst als zufrieden, lediglich zehn Prozent als unzufrieden. Ein Blick auf die jeweils positivsten bzw. negativsten Antworten unterstreicht diesen erfreulichen Befund: 20 Prozent sehr Zufriedene treffen auf ein Prozent sehr Unzufriedene. Wer viele Lebensjahre hinter sich gebracht hat (60plus: 83 %, 70plus: 87 %), wer einen sehr hohen sozioökonomischen Status besitzt (86 %) und wer sehr gut verdient (84 %), ist noch weit zufriedener als der Durchschnitt.

Abbildung 7: Zufriedenheit mit der Lebenssituation insgesamt

Familiäre und soziale Kontakte sowie die Wohnverhältnisse stimmen zufrieden

Besonders gut ist das soziale Wohlbefinden in Österreich: Die familiäre Situation wurde von allen abgefragten Lebenszusammenhängen am besten bewertet: 76 Prozent Zufriedenen stehen zehn Prozent Unzufriedene gegenüber. Ebenfalls positiv wahrgenommen werden die Sozialkontakte (72 %). Von den materiellen Elementen des Wohlbefindens schneiden die Wohnverhältnisse am besten ab (74 % Zufriedene)

Abbildung 8: Zufriedenheit mit einzelnen Lebensbereichen

Was erwarten sich die Menschen in diesem Themenfeld von der Zukunft?

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