Keyfindings ZukunftsMonitor

ZukunftsMonitor

Keyfindings Wirtschaft

Wohin geht die Wirtschaft? Die detaillierten Ergebnisse finden sich unter Themen.

Die wichtigsten Ergebnisse in Kurzform:

Polizei und Unternehmen genießen das höchste Vertrauen

Das größte Vertrauen haben die Österreicherinnen und Österreicher in die Polizei, die als einzige Institution von der absoluten Mehrheit der Befragten positiv bewertet wird (56 %). An zweiter Stelle liegen die österreichischen Unternehmen, denen knapp die Hälfte der Befragten ein hohes Vertrauen entgegen bringen (48 %) und denen nur 13 % misstrauisch gegenüber stehen.  Stark beschädigt ist das Image der katholischen Kirche, der gerade einmal 14 Prozent vertrauen, jedoch 56 Prozent misstrauen. 

Abbildung 7: Vertrauen in Institutionen

Die Zufriedenheit mit dem Berufsleben ist hoch

Die Österreicherinnen und Österreicher bewerten ihre Wochenarbeitszeit sowie die Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sehr gut: Jeweils ein Fünftel äußert sich sehr positiv, gute zwei Fünftel eher positiv.  Mit ihrem Einkommen sind 54 Prozent der Menschen zufrieden; der Anteil der ausdrücklich Unzufriedenen liegt bei 17 Prozent. Je älter die Befragten sind, desto zufriedener sind sie mit Arbeitszeit, Vereinbarkeit und Einkommen. 

Abbildung 11: Zufriedenheit mit Arbeitsbereichen

Globalisierung ist kein Schreckgespenst in Österreich

61 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher haben das Gefühl, von Globalisierung insofern zu profitieren, als ihre persönlichen Konsummöglichkeiten größer geworden sind . Ebenfalls ist die Mehrheit davon überzeugt, dass die Globalisierung die Chancen der österreichischen Unternehmen verbessere (54 %). Globalisierung wird aber nicht nur positiv gesehen: Eine relative Mehrheit von 44 Prozent meint, dass sie die Gefahr von Kriegen in der Welt erhöhen würde.

Abbildung 14: Einstellungen zu Globalisierung

Digitalisierung wird positiv wahrgenommen, macht aber viele unentschlossen

Trotz der vielen Fragezeichen, die das Themenfeld Digitalisierung zu hinterlassen scheint (35 Prozent der erwerbstätigen Befragten positionieren sich in der Mitte), fällt das Urteil der Österreicherinnen und Österreicher durchaus differenziert aus. Sie schätzen die Folgen auf ihr Arbeitsleben deutlich positiver (46 %) ein als jene auf Freizeit (38 %) und vor allem Familienleben (29 %).
 
Abbildung 15: Auswirkung von Digitalisierung auf Lebensbereiche

Dazu passt, dass sich eine überraschend deutliche Mehrheit (71 %) keine Sorgen darüber macht, in Zukunft an ihrem Arbeitsplatz von Maschinen ersetzt zu werden . 

Abbildung 16: Arbeitsplatzverlust durch Automatisierung

Sich zu informieren und seine Meinung zu äußern, werde in Zukunft einfacher werden, erklärten 60 Prozent der Befragten. Diese positive Einschätzung kann sowohl für das Berufs- als auch für das Privatleben relevant sein, genauso wie die Frage, ob Erledigungen von Einkäufen, Behörden- oder Postwegen in Zukunft zeitsparender, weil digital, zu erledigen sein werden. 

Abbildung 17: Positive Folgen von Digitalisierung

Es gibt eine Begleiterscheinung der Digitalisierung, über deren negativen Charakter besonders große Einigkeit besteht: Zu 69 Prozent befürchten die Befragten, dass der Schutz von persönlichen Daten vor unberechtigten Zugriffen bzw. vor der Weitergabe durch Dritte schwieriger wird; nur drei Prozent sehen diesbezüglich gar keine, weitere sechs Prozent eher keine Gefahr.

Abbildung 18: Negative Folgen von Digitalisierung

Die Jungen denken anders, das zeigt sich beim Thema Digitalisierung mit besonderer Deutlichkeit. Die Generation 30minus, geboren als Digital Natives, steht den Folgen der Digitalisierung auf ihr zukünftiges Arbeitsleben, ihre Freizeit und ihr Familienleben deutlich positiver gegenüber als der Durchschnitt. Auch was das Berufsleben anlangt, zeigt sich die Generation 30minus zuversichtlicher: Die Digitalisierung werde sich auf ihre Arbeit positiv auswirken, davon sind 57 Prozent der Jungen überzeugt. Dazu passt, dass sie auch eher daran glauben, dass mobil-flexibles Arbeiten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern wird (44 %, gesamt: 38 %)

Innovationsquelle Unternehmen

Weil sie Arbeitsplätze schaffen, spielen die heimischen Unternehmen für knapp drei Viertel der Österreicherinnen und Österreicher eine wichtige Rolle. Mehr als die Hälfte der Befragten sieht in der Industrie den Motor der österreichischen Gesamtwirtschaft (55 %). Dies belegt, wie wichtig die Industrie den Menschen in Österreich ist und außerdem, dass sie einen sehr guten Ruf hat.

Das Urteil über die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für Unternehmen hierzulande fällt  hingegen nicht gut aus: Zwei Drittel fordern eine stärkere Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation, weil diese die Basis für neue Technologien und Produkte darstellten. Ein Drittel meint, dass das wirtschaftliche und politische Klima in Österreich für die Gründung neuer Unternehmen günstig sei, 22 Prozent halten es für ungünstig. Jedenfalls erscheint eine Karriere als Unternehmerin oder Unternehmer nur einem Viertel der Befragten wünschenswert. Wobei die jüngsten Befragten (30minus) hier anders denken: Ein Drittel würde es reizen, beruflich selbstständig tätig zu sein.

Abbildung 19: Einstellungen zum Unternehmertum

                                                                                                                  Was erwarten sich die Menschen in diesem Themenfeld von der Zukunft?

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