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IV-ZukunftsMonitor

Über

Hintergrund

Unzufriedenheit, Entsolidarisierung, Vertrauensverlust und zunehmende Zukunftsängste sind die Befunde, die in den vergangenen Jahren häufig über die österreichische und europäische Gesellschaft getroffen wurden. Hinzu kommt die wachsende Bedeutung der Digitalisierung, deren Veränderungskraft für weite Teile der Bevölkerung noch abstrakt ist.

Für die Industriellenvereinigung ist es daher wichtig, neben objektiven Faktoren wie BIP, Lohnquote, Einkommensverteilung, Arbeitslosigkeit etc. subjektive Kennziffern über den Zustand der Gesellschaft zu erhalten.

Ziel

Als neues sozialwissenschaftliches Monitoring-Instrument erfasst der „IV-ZukunftsMonitor“ umfassende Daten zum Zustand der Gesellschaft (bzw. den gesellschaftlichen Status Quo) und zu deren Entwicklungen und relevanten Zukunftserwartungen (Abbildung 1).

Methode

Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Industriellenvereinigung (IV), dem Institut für empirische Sozialforschung (IFES) und dem Institut für Soziologie an der Universität (Prof. Verwiebe) wurden ein Fragebogen entworfen und nach einer Pre-Test-Phase 1200 Mixed Mode Interviews mit einer Länge von 20 Minuten durchgeführt. Zusätzlich zu den Standardauswertungen wurden Indizes berechnet und Themencluster gebildet, um die Ergebnisse gut zu strukturieren.

Themenfelder

Abbildung 1: Themenfelder des IV-ZukunftsMonitors

In der ersten Dimension beschäftigt sich der IV-ZukunftsMonitor mit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Damit ist die gesamtgesellschaftliche Ebene angesprochen, die Relevanz verschiedener Werthaltungen und Lebensbereiche, die Qualität sozialer Beziehungen und das allgemeine Vertrauen in Mitmenschen, aber auch das Vertrauen in staatliche Institutionen und die Identifikation mit der Richtung, in die sich Österreich entwickelt. Ebenfalls hier verortet wird die Gemeinwohlorientierung, d.h. das Ausmaß in dem man Chancengleichheit in der österreichischen Gesellschaft realisiert sieht, die bestehenden sozialen Unterschiede als (un)gerecht empfindet und ob man sich privat im Bereich der Freiwilligenarbeit engagiert. Dem gegenübergestellt wird die Mikro-Ebene der Gesellschaft, die unmittelbare Lebenswelt der Menschen, d.h. subjektives Wohlbefinden und Zufriedenheit mit verschiedenen Lebensbereichen. Der dritte Themencluster beschäftigt sich mit der politischen Sphäre, dem Vertrauen in politische Institutionen, dem politischen Engagement und der Einschätzung, wie sich das politische System in Zukunft entwickeln wird. Ebenfalls abgefragt wurden Einstellungen zu und Umgang mit der Digitalisierung und Haltungen zu Unternehmertum sowie dem politischen und wirtschaftlichen Klima für Unternehmensgründungen in Österreich. Der vierte und letzte Bereich ergänzt das Stimmungsbild um die globale Dimension, d.h. Einstellungen zu den großen Herausforderungen unserer Zeit: Zuwanderung, Umwelt- und Klimaschutz und Globalisierung.

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